November: Nationaler Haustier-Diabetes-Monat

Wussten Sie, dass 1 von 200 Katzen von Diabetes mellitus (DM) betroffen sein kann?

Der November ist der nationale Diabetes-Monat, und während dieser Monat ursprünglich dazu gedacht war, das Bewusstsein für diese gemeinsame endokrine Krankheit beim Menschen zu erhöhen, müssen wir uns der wachsenden Prävalenz von DM bei Hunden und Katzen bewusst sein. Unbehandelt kann Diabetes mellitus bei Hunden und Katzen tödlich sein.

In der Veterinärmedizin gibt es zwei Arten von Diabetes mellitus: Typ I DM und Typ II DM.

Typ-I-DM ist, wenn der Körper nicht genug Insulin produziert (was ein Hormon ist, das normalerweise aus der Bauchspeicheldrüse produziert wird) und eine lebenslange Insulintherapie erfordert (zweimal täglich über eine Spritze verabreicht). Dies wird am häufigsten bei Hunden beobachtet - mit anderen Worten, wenn ein Hund Diabetiker wird, ist er oder sie für ein Leben lang Diabetiker.

Typ-II-DM ist, wenn der Körper etwas Insulin aus der Bauchspeicheldrüse produziert, aber es ist eine unzureichende Menge oder etwas stört seine Fähigkeit, vom Körper verwendet werden. Dies wird am häufigsten bei Katzen beobachtet und kann vorübergehend sein. Mit anderen Worten, wenn Ihre Katze vor kurzem mit Typ-II-DM diagnostiziert wurde, benötigt sie oder er nur Insulin-Injektionen (über eine Spritze zweimal am Tag) für ein paar bis mehrere Monate, nicht unbedingt für das Leben.

Klinische Anzeichen für Diabetes mellitus bei Hunden und Katzen sind:

  • Übermäßiger Durst
  • Übermäßiges Wasserlassen
  • Unpassendes Urinieren
  • Gewichtsverlust (am häufigsten über den Rücken), trotz einer übergewichtigen Körperkondition
  • Erhöhter Hunger
  • Erhöhte "Weiße" der Augenlinse durch Katarakte
  • Blindheit
  • Die Schwäche
  • Lethargie
  • Schlechter Hautzustand (wie übermäßige Schuppen oder ein öliger Haarkleid)

Bestimmte Rassen sind für DM prädisponiert. Bei Katzen sind Rassen wie Siamesen überrepräsentiert. Bei Hunden werden Rassen wie Samojede, Keeshond, Zwergpinscher, Cairn Terrier, Schnauzer, Australischer Terrier, Dackel, Pudel, Beagle und Bichon Frise überbetont. Bei Hunden scheint das weibliche Geschlecht häufiger DM zu entwickeln, wobei die Krankheit bei weiblichen Tieren doppelt so häufig auftritt wie bei männlichen Hunden. Bei Katzen sind Männer überrepräsentiert. DM wird typischerweise bei älteren Haustieren beobachtet - typischerweise 7-9 Jahre bei Hunden und 8-13 Jahre bei Katzen. Während auch juveniler (junger) Diabetes mellitus auftreten kann, ist dies seltener.

Bei DM hat der Körper nicht genug Insulin (oder das Insulin ist nicht wirksam), welches das Hormon ist, das notwendig ist, um Zucker ("Glukose") in die Zellen des Körpers zu pushen. Infolgedessen sind die Zellen des Körpers verhungert, und der Körper wird stimuliert, um mehr und mehr Glukose als Ergebnis zu produzieren. Ohne Insulin im Körper (oder durch eine Spritze) kann der Zucker jedoch nicht in die Zellen gelangen.

Der überschüssige Zucker, der vom Körper produziert wird, führt zu den klinischen Zeichen von übermäßigem Durst und Urinieren. Unbehandelt entwickelt der Körper diabetische Komplikationen, die so genannte diabetische Ketoazidose (DKA), wo er Fett abbaut, um die hungernden Zellen zu ernähren. Diese Fettabbauprodukte (z. B. Ketone) vergiften den Körper, was zu Erbrechen, Dehydratation, Inaktivität, Elektrolytanomalien und sogar zu viel "Säureproduktion" im Körper führt. DKA kann lebensbedrohlich sein und erfordert in der Regel eine intensive unterstützende Behandlung (die in der Behandlung teuer sein kann, da sie normalerweise 24/7 Pflege erfordert).

Die Behandlung von Diabetes kann bei Hunden und Katzen in Bezug auf den empfohlenen Insulintyp etwas abweichen. Bei Hunden und Katzen erfordert die Behandlung zweimal täglich Injektionen von Insulin, häufige Neubeurteilungen und sorgfältige Überwachung der Blutwerte. Orale Medikamente (sogenannte orale Antidiabetika wie Glipizid), die häufig bei Menschen angewendet werden, werden bei Hunden und Katzen nicht empfohlen. Diese oralen Medikamente funktionieren nicht bei Hunden und funktionieren normalerweise auch nicht gut bei Katzen. Sie werden nur bei Katzen verwendet, wenn Besitzer keine Insulinspritzen geben können. Bei Katzen können ernährungsbedingte Veränderungen bei einer kohlenhydratarmen, proteinreichen Ernährung zusammen mit einer Gewichtsabnahme und in Kombination mit einer kurzfristigen Insulintherapie helfen, den Diabetes zu beheben (diabetische Remission).

Wenn Sie eines dieser Anzeichen bemerken (z. B. übermäßiger Durst, übermäßiges Wasserlassen), bringen Sie Ihr Haustier bitte so schnell wie möglich zu Ihrem Tierarzt. Je früher Diabetes diagnostiziert wird, desto schneller kann er behandelt werden. Außerdem ist die Wahrscheinlichkeit eines kostspieligen Notfallbesuchs zur Behandlung von diabetischen Komplikationen geringer.

Mit unterstützender Sorgfalt ist die Prognose für DM gut bis gut, obwohl es häufige Besuche beim Tierarzt zur Regulierung des Blutzuckers und engagierte Haustierbesitzer erfordert (die zweimal täglich Injektionen von Insulin geben können).

Wenn Sie Fragen oder Bedenken haben, sollten Sie immer Ihren Tierarzt aufsuchen oder anrufen - sie sind Ihre beste Ressource, um die Gesundheit und das Wohlbefinden Ihrer Haustiere zu gewährleisten.

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